Walter Felsenstein – Tondokumente
aus: Werkanalysen und -demonstrationen / Proben / Reden

2-LP LITERA 8 60 296/297
Covertext:
Walter Felsenstein analysiert und demonstriert aus der Oper „La Traviata“ von Giuseppe Verdi

Gebeten, vor der „Gesellschaft der Freunde der Komischen Oper“ eine Veranstaltung über die „Analyse eines Opernwerkes“ durchzuführen, wählte Walter Felsenstein als Beispiel Verdis „Traviata“. Gleich zu Beginn seiner Ausführungen verwahrte er sich jedoch gegen den Begriff Analyse in diesem Zusammenhang, weil er der Meinung war, daß für eine Analyse – so, wie er sie versteht – die ihm an zwei Tagen zur Verfügung gestellte Zeit nicht annähernd ausreichen würde. So kam es zu einer Werklektüre mit Demonstrationen einzelner Partien am Klavier, in die natürlich sehr viel Analytisches einfloß. Trotz der Begrenzung und Einschränkung, die er selbst vorgenommen hatte, kam Felsenstein durch das sehr ausführliche Eingehen auf die Vorgänge im 1. Akt nur bis zum Beginn des II. Aktes und brach dann aus Zeitgründen die Lektüre ab.
Diese Demonstration zeigt deutlich, wie Felsenstein eine Partitur las, wie er Figuren und Situationen analysierte, Partiturvorschriften für die szenische Umsetzung entschlüsselte – wie er versuchte, die Intentionen der Autoren aufzuspüren, ihnen nahezukommen. Er nahm das Werk dabei – nach seiner eigenen Formulierung – „wörtlich“, d.h. unbelastet von „Interpretationstraditionen, falschen Erinnerungen und Bildungsinformationen“. Die hier veröffentlichten Tondokumente geben in diesen Prozeß des „Wörtlichnehmens“ von Musik Einblick, der von Felsenstein als notwendige und unentbehrliche Voraussetzung für die Bühneninterpretation bezeichnet wurde. Die Ausschnitte, die aus der Werklektüre für diese Schallplatte zusammengestellt wurden, folgen dem Handlungsverlauf der Oper und beginnen mit dem Trinklied Alfreds.
Die Ausgangssituation der Violetta bis zu diesem Auftritt Alfreds formulierte Felsenstein besonders anschaulich in einem Brief an Irmgard Arnold zur Premiere seiner Inszenierung an der Komischen Oper Berlin, 1960:

Liebe Frau Arnold!
Sie haben trotz Ihrer Überanstrengung in den letzten Tagen meine Kritik über die Generalprobe aufmerksam und konzentriert entgegengenommen, daß sich der übliche ausführliche Premieren-Brief erübrigt.
Wenn Sie diese Zeilen erhalten, sind zweifellos alle Ihre Gedanken und Erwartungen bereits auf das Fest gerichtet, das Sie heute nacht geben und das nach einem ganzen Jahr Abwesenheit von Paris durch Ihre schwere Erkrankung – über Ihren Rang in der Lebewelt und damit über Ihre Existenz überhaupt entscheidet.
Es ist klar, daß alles von dem ersten Eindruck abhängt, den Ihre Freunde von der ersten Wiederbegegnung mit Ihnen haben. Ihren Gästen zu gefallen, würde Ihnen nicht genügen. Sie fordern, daß man Sie für gesünder und schöner hält als jemals. Und der Beifall – von wem immer er auch kommt – befriedigt Sie nicht, sondern stachelt Sie zu immer größerer Erfolgsgier auf. In diesem Fieber wachsen Sie von der Beherrscherin Ihres Salons zur Primadonna der gesamten Lebewelt und gelangen zu einer Selbstsicherheit, zu einer bisher ungeahnten Größe und überlegenen Ausstrahlung die zu dem tollkühnen Hypnose-Experiment des Trinkliedes führen. Nur in diesem Rausch kann es geschehen, daß Sie, die überlegenste aller Liebes-Künstlerinnen, einem Mann und einem neuen Gefühl unterliegen, ohne es zu merken.
Ich bin sicher. daß Sie nach dem anschließenden Ball und einer herrlichen Nacht wieder zur Besinnung kämen, wenn Sie nicht völlig unerwartet die entsetzliche Herz-Attacke überfallen und Sie Alfred’s Innigkeit und Leidenschaft gegenüber wehrlos machen würde. Die maßlose Bestürzung über Ihren Gesundheitszustand, die blitzartige Erkenntnis, daß die Genesung eine Täuschung war, erregen in Ihnen eine solche Lebensgier und einen solchen Glückshunger, daß Sie Alfred’s Werbung und Beteuerungen unentrinnbar ausgeliefert sind. Sie werden fragen, „wozu erzählt er mir das noch einmal?“. Weil ich Sie damit daran erinnern möchte, daß man weder Unbewußtes noch Überraschungen spielen kann, sondern – um glaubhaft zu sein – sich zu einer Selbstvergessenbeit bringen muß, in der die geringste Pause, die geringste Unterbrechung tödliche Nüchternheit zur Folge hat. Deshalb der von mir immer wieder gepredigte Achtel-Rhythmus dieser Szene, die von Verdi mit Allegro brillantissimo e molto vivace betitelt ist.
Ich kenne keine Partie in der Literatur, die so pausenlos und so übergangslos Lebens- und Schicksals-Situationen zu bestehen hat. Ich glaube, wenn es einer Violetta gelingt, den I. Akt solcherart zu schaffen, gibt es in der ganzen weiteren Tragödie zwar übermenschliche Beanspruchungen, aber keine Gestaltungsprobleme mehr.
Ich wünsche Ihnen als Lohn für Ihre bewundernswerte Ausdauer in dieser besonders schweren (weil zu kurzen) Arbeitsperiode für heute abend die Tapferkeit und das Selbstvertrauen, die Sie für diese bangnisesfüllte Schlacht brauchen.

Ihr Walter Felstenstein


Aus Felsensteins Tischproben zur Inszenierung „Die Hochzeit des Figaro“ von Wolfgang Amadeus Mozart

Felsensteins Probenarbeit hat einen fast legendären Ruf. Die Bedeutung und Faszination dieser Arbeit werden sich in ihrem ganzen Ausmaß wahrscheinlich aber nur demjenigen ganz erschließen, der sie selbst miterlebt hat. Wesentliches davon können jedoch Tondokumente vermitteln.
Die Tonbandaufnahmen, die für diese Schallplatte verwendet wurden, waren ursprünglich nur als authentisches Material für eine Inszenierungsdokumentation gedacht. Sie wurden damals ohne spezielle technische Hilfsmittel lediglich mit einem einfachen Tischmikrofon aufgenommen. Es sind Mitschnitte von Proben, die nicht auf der Bühne, sondern in Proberäumen stattfanden. Diese sogenannten „Tischproben“ dienen – analog etwa den Textlektüren im Schauspiel – in erster Linie der inhaltlich-musikalischen Erarbeitung bestimmter Werkkomplexe auf der Grundlage einer vorliegenden Konzeption.
Magdalena Falewicz und József Dene arbeiteten zum erstenmal mit Felsenstein, waren noch unvertraut mit seiner spezifischen Arbeitsweise. In diesem frühen Probenstadium mußte man sich also erst einmal behutsam aufeinander einstellen. Hinzu kam, daß es sich bei den ausgewählten Probenbeispielen jeweils um die Erarbeitung eines neuen Pensums handelte, es hatte zuvor noch keine Absprachen mit dem Regisseur über inhaltliche und musikalische Details der betreffenden Szene gegeben.
„Die Hochzeit des Figaro“ an der Komischen Oper im Jahre 1975 war die letzte Operninszenierung Walter Felsensteins. Diese während der Tischproben entstandenen Mitschnitte sind die einzigen umfangreicheren Tondokumente Felsensteinscher Probenarbeit überhaupt. Sie wurden für diese Schallplatte so ausgewählt, daß das Spezifische seiner Arbeit mit dem Sängerdarsteller hörbar wird: die Genauigkeit, mit der er Text und Musik analysierte; die Unnachgiebigkeit, mit der er mit dem Sänger so lange arbeitete und ihn korrigierte, bis er glaubte, die „Meinung“ des Sängers, dessen „Absicht“ seiner Interpretation entnehmen zu können; die unzähligen methodischen Hilfsmittel und Untertexte, die er anbot und durch die er den Sänger in die Situation zu führen wußte, in der sich die darzustellende Figur befindet; das Vermögen und die Fähigkeit, Fehler sofort zu kopieren und damit so zu korrigieren, daß dem Sänger der Weg freigelegt wurde, Falsches rechtzeitig zu erkennen – und nicht zuletzt die große Geduld und das tiefreichende Einfühlungsvermögen seinem Arbeitspartner gegenüber.


Zur Rede Walter Felsensteins vor dem Ensemble der Komischen Oper

Reden vor seinem Ensemble – ob anläßlich von Vollversammlungen zu Beginn einer Spielzeit oder bei speziellen Anlässen wie Jubiläen, Gedenktagen etc. – bereitete Felsenstein immer sehr gründlich in Form eines schriftlichen Konzeptes oder einer wörtlichen Ausarbeitung vor.
Im Sommer 1974 mußte er sich einem längeren Krankenhausaufenthalt unterziehen – die Spielzeit begann erstmals in seiner Abwesenheit. In dieser Zeit erhielt Felsenstein die Erlaubnis der Ärzte, jeweils für einige Stunden das Krankenhaus zu verlassen, um sich mit den dringendsten Intendanzangelegenheiten zu befassen. Der erste „Urlaub“ wurde von ihm dazu benutzt, sein Ensemble zu begrüßen und neue Mitarbeiter vorzustellen. In der dafür einberufenen Vollversammlung bezeichnete er es als sein persönlichstes und nachdrücklichstes Anliegen, mit den ihm Gleichgesinnten – und dazu zählte er eigentlich jeden Mitarbeiter seines Hauses – über künstlerische Fragen zu sprechen.
Im Gegensatz zu obengenannten Reden hatte sich Felsenstein auf diese „Aussprache“ nicht schriftlich vorbereiten können – er sprach völlig spontan über das, „was sich in fünf Wochen Krankenhausaufenthalt angesammelt“ hatte. Er formulierte seine Gedanken über das Theater, über seinen Stellenwert innerhalb einer Gesellschaft und über die Arbeit des Darstellers also ganz unmittelbar und direkt. Mit vorbehaltloser Offenheit ging er auf Erreichtes sowie „Noch-nicht-Erreichtes“ an seinem Haus ein. In ganz persönlichen Worten appellierte er an das Ethos des Theaterkünstlers.
Die Liebe zu seinem Beruf, die Hingabe an das Theater und die Verwurzelung in seinem Ensemble, die in dieser Rede zum Ausdruck kommen, lassen sie uns heute als ein Vermächtnis erscheinen.

Ilse Kobán


Inszenierungen an der Komischen Oper Berlin
1947 „Die Fledermaus“ von Johann Strauß
1948 „Die Kluge“ von Carl Orff
„Orpheus in der Unterwelt“ von Jacques Offenbach
1949 „Carmen“ von Georges Bizet
„Der Zigeunerbaron“ von Johann Strauß
„Was ihr wollt“ von Arthur Kusterer
„Der Vogelhändler“ von Carl Zeller
1950 „Die Hochzeit des Figaro“ von Wolfgang Amadeus Mozart
„Die verkaufte Braut“ von Bedrich Smetana
1951 „Pariser Leben“ von Jacques Offenbach
„Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber
1952 „Falstaff“ von Giuseppe Verdi
„Zar und Zimmermann“ von Albert Lortzing
1954 „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart
„Eine Nacht in Venedig“ von Johann Strauß
„Die schweigsame Frau“ von Richard Strauss
1956 „Das schlaue Fuchslein“ von Leol Janaek
1958 „Hoffmanns Erzählungen“ von Jacques Offenbach
1959 „Othello“ von Giuseppe Verdi
1960 „Der Barbier von Sevilla“ von Giovanni Paisiello
„La Traviata“ von Giuseppe Verdi
1961 „Ein Sommernachtstraum“ von Benjamin Britten
1963 „Ritter Blaubart“ von Jacques Offenbach
1966 „Don Giovanni“ von Wolfgang Amadeus Mozart
1967 „La Traviata“ von Giuseppe Verdi
1968 „Die Liebe zu drei Orangen“ von Sergej Prokofjew
1971 „Der Fiedler auf dem Dach“ von Jerry Bock
1972 „Carmen“ von Georges Bizet
1973 „Die Abenteuer des Háry János“ von Zoltán Kodály
1975 „Die Hochzeit des Figaro“ von Wolfgang Amadeus Mozart


25. August 1975
Liebe Kolleginnen und Kollegen!

In dieser Stunde beginnen Sie mit den Proben zu unserer neuen – achtundzwanzigsten – Spielzeit, zum erstenmal ohne einen Chef. Die realen Gegebenheiten, die Verantwortung vor meinem Beruf und meinem Namen haben mich dazu gezwungen.
Mit meinen Wünschen an Sie zu diesem Unternehmen verbinde ich besonders die Liebe zu allen Denen, die mich bis hierher begleitet haben, die Dankbarkeit für ihr Verständnis, mit dem sie aus Überzeugung und nicht aus Gehorsam sich künstlerisch äußern. Daß auch eine kleine Befürchtung dabei ist, Ihr Tun könnte vielleicht in meiner Abwesenheit nicht immer ganz dasselbe sein wie in meiner Anwesenheit, nehmen Sie mir bitte nicht übel. Die Gesinnung, zu der wir uns erzogen haben und zu der wir uns weiter erziehen, ist ein heikles Ding, vielen Prüfungen unterworfen und immer erkennbar, ob es sauber ist.
Sie verstehen sicher die Gedanken, die mich bewegen und die sich nur sehr unvollkommen aussprechen lassen, die aber sehr sehr herzlich gemeint sind und mit dem höchst möglichen Vertrauen ausgestattet mein möchten.

Auf baldiges Wiedersehen
Ihr
Walter Felsenstein


Lebensdaten
1901 geboren am 30. Mai in Wien
1919–20 Abitur in Villach Gründung einer Schüler-Theatergruppe »Leander"
1920–21 zwei Semester Studium an der Technischen Hochschule in Graz
1921–23 Ausbildung als Schauspieler bei Professor Arndt vom Burgtheater Wien
1923–24 erstes Engagement als Schauspieler am Stadttheater Lübeck
1924–25 Schauspieler am Nationaltheater Mannheim
1925–27 Schauspieler, Dramaturg und Spielleiter an den Vereinigten Städtischen Bühnen Beuthen (Bysom)
1927–29 1. Spielleiter für Schauspiel und Oper am Stadttheater Basel; inszeniert 35 Werke in zwei Spielzeiten
1929–32 1. Spielleiter für Schauspiel und Oper und 1. Dramaturg am Stadttheater Freiburg/Breisgau; inszeniert vorrangig zeitgenössische Werke
1932-34 Oberspielleiter der Oper an den Städtischen Bühnen Köln
1934-36 Oberspielleiter der Oper an den Städtischen Bühnen Frankfurt (Main); Zusammenarbeit mit Caspar Neher
1936 Ausschluß aus der Reichstheaterkammer; Sondergenehmigung für zwei Operetteninszenierungen am Theater im Admiralspalast Berlin
1938–40 Oberspielleiter der Operette mit Opernregieverpflichtung am Stadttheater Zürich
1940–44 Spielleiter am Schiller-Theater Berlin
1944–45 Dienstverpflichtung bei Siemens
1945–47 Spielleiter am Hebbel-Theater Berlin; Felsensteins aufsehenerregende Inszenierung von Offenbachs „Pariser Leben“ löst die ersten Kontakte mit Vertretern der Sowjetischen Militäradministration aus, die ihn für die Übernahme eines Operettentheaters zu gewinnen suchen
1947 am 5. Juni wird Felsenstein im wiederaufgebauten ehemaligen Metropoltheater die Lizenz für die „Komische Oper“ überreicht
1948 Gastinszenierung „Die Irre von Chaillot“ von Jean Giraudoux am Akademietheater Wien
1949 Gastinszenierung „Torquato Tasso“ von Johann Wolfgang von Goethe am Schloßpark-Theater Berlin
1950 Deutscher Nationalpreis II. Klasse für das Kollektiv der Inszenierung „Die verkaufte Braut“ von Bedrich Smetana; Gastinszenierungen „John Gabriel Borkman“ von Henrik Ibsen am Akademietheater Wien und „Der Widerspenstigen Zähmung“ von William Shakespeare am Burgtheater Wien
1951 Deutscher Nationalpreis II. Klasse für die Inszenierung „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber; Felsenstein wird korrespondierendes Mitglied der Deutschen Akademie der Künste zu Berlin
1956 Vaterländischer Verdienstorden in Silber; Deutscher Nationalpreis II. Klasse für die Inszenierungen der „Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart und des „Schlauen Füchslein“ von Leos Janacek; Film „Fidelio“, Mitarbeit am Drehbuch Hanns Eisler; Wahl zum Vizepräsidenten der Deutschen Akademie der Künste zu Berlin
1958 Gastinszenierungen „Das schlaue Füchslein“ am Teatro alla Scala Mailand und „Prinz Friedrich von Homburg“ von Heinrich von Kleist am Schauspielhaus Düsseldorf
1959 Ernennung zum Professor durch die Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin; Direktoriumsmitglied des Internationalen Theaterinstituts (ITI); Musikkursus mit Studenten der Bayreuther Meisterklassen (auch 1960, 1962 und 1964)
1960 Deutscher Nationalpreis I. Klasse in Würdigung seiner Arbeit an der Komischen Oper Berlin; Gastinszenierung „La Traviata“ von Giuseppe Verdi an der Staatsoper Hamburg
1961 Verleihung der Ehrendoktorwürde der Humboldt-Universität Berlin; Orden „Banner der Arbeit“
1962 Verleihung der Ehrendoktorwürde der Karls-Universität Prag; Vaterländischer Verdienstorden in Gold für das Ensemble der Komischen Oper Berlin
1965 Beginn des Umbaus der Komischen Oper; Gastspiele des Ensembles u. a. in Stockholm, Venedig, Moskau, Stuttgart, Bukarest; Gastinszenierung „Ritter Blaubart“ von Jacques Offenbach am Opernhaus Frankfurt (Main); Filmaufzeichnung der Inszenierung „Das schlaue Füchslein“; Vaterländischer Verdienstorden in Gold
1966 Wiedereröffnung des Hauses mit „Don Giovanni“ von Wolfgang Amadeus Mozart; Vizepräsident des Verbandes der Theaterschaffenden der DDR; Präsident des iTI – Zentrum DDR; Auszeichnung mit dem Titel „Held der Arbeit“; Kursus für Opernsänger an der Staatlichen Theaterhochschule Göteborg
1967 Gastinszenierung „Der Freischütz“ an der Staatsoper Stuttgart
1969 Co-Präsident des Musiktheater-Komitees beim ITI; Karl-Marx-Orden in Würdigung hervorragender Verdienste; Gastinszenierung „Carmen“ von Georges Bizet am Stanislawski-Nemirowitsch-Dantschenko-Musiktheater Moskau; Fernsehfilm „Othello“ von Giuseppe Verdi
1970 Nationalpreis der DDR I. Klasse für den Fernsehfilm „Othello“; Vaterländischer Verdienstorden in Bronze an die Chorsolisten der Komischen Oper; Kursus für Opernsänger an der Musikdramatischen Schule in Stockholm; Fernsehfilm „Hoffmanns Erzählungen“ von Jacques Offenbach
1971 dreiwöchige Vortragsreise durch die USA; Johannes-R.-Becher-Medaille in Gold
1972 Gastinszenierung der „Wallenstein“-Trilogie von Friedrich von Schiller am Staatstheater München
1973 Verleihung der Ehrenspange zum Vaterländischen Verdienstorden in Gold; Orden „Banner der Arbeit“ an das Ensemble der Komischen Oper; Fernsehfilm „Ritter Blaubart“; Seminar des Theaterverbandes, Felsenstein arbeitet mit jungen Sängern aus Theatern der Republik
1974 Gastinszenierung „Das Käthchen von Heilbronn“ von Heinrich von Kleist am Burgtheater Wien
1975 Gastinszenierung „Torquato Tasso“ am Burgtheater Wien; 2. Seminar des Theaterverbandes; Felsenstein stirbt am 8. Oktober in Berlin
|  Seite 1  |

Felsenstein analysiert und demonstriert aus der Oper „La Traviata“ von Giuseppe Verdi
I. Akt, Nr. 2 Trinklied, Walzer und Duett


|  Seite 2  |

Felsenstein analysiert und demonstriert aus der Oper „La Traviata“
I. Akt; Nr. 2 Stretta und Nr. 3 Szene und Arie (Finale) Korrepetition Volker Rohde
(Mitschnitt des Staatlichen Rundfunkkomitees der DDR von einer Veranstaltung am 12. und 15. Januar 1965 in der Deutschen Akademie der Künste zu Berlin)


|  Seite 3  |

Aus Felsensteins Tischproben zur Inszenierung „Die Hochzeit des Figaro“ von Wolfgang Amadeus Mozart
Arie der Gräfin, III. Akt, 8. Szene, Nr. 19
Gräfin: Magdalena Falewicz
Korrepetition: Irma Maruniak
Probe vom 6. Juli 1974

Rezitativ und Arie des Figaro, IV. Akt, 8. Szene, Nr. 26
Figaro: József Dene
Korrepetition: Peter Wodner
Probe vom 25. Juni 1974


|  Seite 4  |

Rede Walter Felsensteins vor dem Ensemble der Komischen Oper Berlin am 3. September 1974 (anläßlich einer Vollversammlung zu Beginn der Spielzeit 1974/75)

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .


Sprecher: Walter Felsenstein

Auswahl, Zusammenstellung und Texteinführung: Ilse Kobán
Gemeinschaftsarbeit mit dem Felsenstein-Archiv der Akademie der Künste der DDR