Wo sich Geist und Macht vereinen
25 Jahre sozialistische Kulturpolitik – Eine Dokumentation

von Hans Jacobus und Dieter Kranz

2-LP LITERA 8 60 125/126
– kein Covertext –
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Einleitung des 1. Satzes aus der
Sinfonie Nr. 2 D-dur op. 36
von Ludwig van Beethoven
Gewandhausorchester Leipzig
Dirigent: Franz Konwitschny

Kuba (Kurt Barthel)
Im Spiegel unserer Kunst
gesprochen von Hans-Peter Minetti

Brüder, zur Sonne, zur Freiheit
Weise nach einem russischen Studentenlied
Text: Leonid Radin, dt.: Hermann Scherchen
Rundfunkchor und Großes Rundfunkorchester Leipzig
Dirigent: Adolf Fritz Guhl

Aus dem
Manifest an das deutsche Volk
beschlossen auf dem Vereinigungsparteitag der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands in Berlin am 21. und 22. April 1946
gesprochen von Hans Dieter Lange

Johannes R. Becher
Aus seiner Ansprache anläßlich der Gründung des „Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung Deutschlands“
am 3. Juli 1945 in Berlin

Anna Seghers
über ihre Rückkehr aus der Emigration im Jahre 1947
und ihre erste Begegnung mit Wilhelm Pieck

Arnold Zweig
aus der Ansprache während des Empfangs im Club des Deutschen Kulturbundes anläßlich seiner Rückkehr aus der Emigration
am 20. 10. 1948

Aufbaulied der FDJ
(Keiner plagt sich gerne)
Komposition: Paul Dessau
Text: Bertolt Brecht
Jugendchor
Dirigent: Hans Sandig

Szene aus dem ersten Spielfilm der DEFA
Die Mörder sind unter uns
Ernst Wilhelm Borchert, Arno Paulsen
Regie: Wolfgang Staudte
Uraufführung am 15. Oktober 1946

Der Kunstwissenschaftler
Alexander Dymschitz
anläßlich seines Besuches zum 20. Jahrestag der DDR in Berlin

Kalinka
(Russisches Volkslied)
Das Rotbanner-Gesangs- und Tanzensemble der Sowjetarmee
– Alexandrow-Ensemble – trat 1947 zum erstenmal in Berlin auf

Willi Bredel
liest aus seinem Roman
Ein neues Kapitel
Veröffentlicht im Aufbau-Verlag Berlin und Weimar, 1961

Denn das Werk ward unser
Finale aus dem Mansfelder Oratorium
von Ernst Hermann Meyer und Stephan Hermlin
Uraufführung im Rahmen der 750-Jahr-Feier
des Mansfelder Kupferbergbaus am 2. September 1950
Solistenvereinigung und Großer Chor des Berliner Rundfunks,
Berliner-Sinfonie-Orchester
Dirigent: Helmut Koch

Bertolt Brecht
in einem Interview im Rundfunk am 11. Juni 1952

Ihr Hauptleut laßt die Trommel ruhen
Lied der Courage aus Mutter Courage und ihre Kinder
interpretiert von Helene Weigel
Komposition: Paul Dessau
Inszenierung: Bertolt Brecht und Erich Engel
Deutsche Erstaufführung am 11. Januar 1949
auf der Bühne des Deutschen Theaters Berlin

Erich Weinert
Aus seiner Ansprache anläßlich der Namensgebung
des Gesangs- und Tanzensembles der Kasernierten Volkspolizei
(seit 18. Januar 1956 Nationale Volksarmee) am 15. Juli 1950

Erich Weinert-Ensemble der Nationalen Volksarmee
Tapfer lacht die junge Garde
Komposition: Andre Asriel
Text: Kuba

Wilhelm Pieck
Präsident der DDR
Aus seiner Ansprache während des Bach-Festes
am 28. Juli im Bach-Gedenkjahr 1950
in der Leipziger Kongreßhalle

Labt das Herz, ihr holden Saiten
Schlußchor aus dem Dramma per musica
Der Streit zwischen Phoebus und Pan
(Geschwinde, geschwinde, ihr wirbelnden Winde)
BWV 201 (Text: Henrici)
Thomanerchor Leipzig
Dirigent: Günther Ramm


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Eduard Claudius
Menschen an unserer Seite
Erstveröffentlichung 1952 im Aufbau-Verlag Berlin
(Bibliothek fortschrittlicher deutscher Schriftsteller)
Ausschnitt gelesen von Horst Preusker

Lied von der blauen Fahne
(Auf den Straßen, auf den Bahnen)
Komposition: Hanns Eisler
Text: Johannes R. Becher
Entstanden anläßlich der III. Weltfestspiele
der Jugend und Studenten 1951 in Berlin
FDJ-Singe-Club der EOS Bützow
(Aus einem Mitschnitt der Abschlußveranstaltung
„III. Werkstattwoche der FDJ-Singeklubs“, Juli 1969, Berlin)

Aufführungsmitschnitt aus dem
im Oktober 1950 gegründeten
Theater der Freundschaft in Berlin
Szene aus
Das Rübchen
von Pawel Maljarewski
Musik: Klaus Fehmel
Inszenierung: Horst Hawemann und Peter Ensikat (1969)

Wilhelm Pieck
Präsident der DDR
Aus seiner Ansprache am 10. Juli 1950
anläßlich des Volksfestes der Sorben in Bautzen

Anka, ty sy chorowata
(Ännchen, du bist verdreht)
Chor des Staatlichen Ensembles
für sorbische Volkskultur Bautzen;
Dirigent: Eckart Paul

2. Parteikonferenz der SED
vom 9. bis 12. Juli 1952 in Berlin

Ausschnitte aus den Referaten von Walter Ulbricht,
Generalsekretär der SED
und Stellvertreter des Ministerpräsidenten,
und Johannes R. Becher,
Präsident des Kulturbundes

Das war die Division
aus der Winterschlacht-Suite
Komposition: Hanns Eisler
Text: Johannes R. Becher
interpretiert von Ekkehard Schall

Szene aus dem DEFA-Spielfilm
Ernst Thälmann – Führer seiner Klasse
Buch: Willi Bredel und Michael Tschesno-Hell
Regie: Kurt Maetzig
Uraufführung am 9. März 1954
Ernst Thälmann: Günther Simon

Erwin Strittmatter
Katzgraben
Uraufführung der Komödie am 23. Mai 1953
durch das Berliner Ensemble
Regie: Bertolt Brecht
Szenenmontage aus der 1957 produzierten Filmdokumentation
(Regie: Max Jaap und Manfred Wekwerth)
mit Angelika Hurwicz, Regine Lutz und Friedrich Gnass

Otto Grotewohl
Ministerpräsident der DDR
Über Kulturpolitik
Aus seiner Rede vor Kulturschaffenden
am 24. Juni 1955 in Dresden

Freiheit winkt uns hold entgegen
Arie des Zebul aus dem Oratorium Jephta
von Georg Friedrich Händel
Theo Adam, Baß
Kammerorchester Berlin; Dirigent: Helmut Koch

Gotthold Ephraim Lessing
Nathan der Weise
Premiere unter der Regie von Adolf-Peter Hoffmann
im Deutschen Theater Berlin am 29. März 1955
Ausschnitt aus der Ringparabel
interpretiert von Eduard von Winterstein

Thomas Mann
Aus seiner Ansprache während der Deutschen
Schiller-Ehrung anläßlich des 150. Todestages
des Dichters am 14. Mai 1955
im Deutschen Nationaltheater Weimar

Alexander Abusch
Stellvertreter des Ministers für Kultur
Aus seinem Referat auf der
Kulturkonferenz der SED am 23. Oktober 1957

Linker Marsch
Komposition: Hanns Eisler
Text: Wladimir Majakowski (dt.: Hugo Huppert)
Ernst Busch mit Chor und Orchester
Dirigent Walter Goehr


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Jurij Brezan
Hans Marchwitza

Über ihr Verhältnis zur Partei
der Arbeiterklasse Gespräch vom 10. Februar 1952

Der Darsteller des Franz Rasch
über seinen Weg zur Rolle

in Friedrich Wolfs Schauspiel Die Matrosen von Cattaro
(Inszenierung des ersten Arbeitertheaters der DDR,
des Arbeitertheaters der Warnowwerft Rostock
Regie: Alexander Weigel; Premiere am 7. Oktober 1959)

Szene aus
Der 13. August
von Helmut Baierl
geschrieben für das Arbeitertheater des
VEB Elektropapparatewerk Berlin-Treptow
Uraufführung: 1962
Inszenierung: Herbert Fischer und Erwin Burkert
Mitglieder des Arbeitertheaters

Auf der Sonnenseite
Titelmelodie aus dem gleichnamigen
DEFA-Spielfilm
Komposition: Andre Asriel
Uraufführung am 4. Januar 1962
Hauptrolle: Manfred Krug

Gelöbnis der antifaschistischen Widerstandskämpfer
gesprochen von Wolfgang Langhoff
anläßlich der feierlichen Einweihung
der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte
auf dem Gelände des ehemaligen faschistischen
KZ Buchenwald am 14. September 1958

Bruno Apitz
liest aus seinem Roman
Nackt unter Wölfen
Erstveröffentlichung: 1958 im Mitteldeutschen Verlag Halle

Finale aus
Lilo Herrmann
(Melodram nach dem gleichnamigen
biographischen Poem von Friedrich Wolf)
von Paul Dessau
Mathilde Danegger, Berliner A-cappella-Chor
und Mitglieder des Berliner Rundfunk-Sinfonie-Orchesters
Dirigent: Paul Dessau

Szene aus dem Hörspiel
Rauhreif
von Bernhard Seeger
Regie: Theodor Popp
Ursendung am 9. Januar 1963 über Radio DDR I
Thomas Rothardt: Hans-Peter Minetti
Der alte Rothardt: Albert Garbe

Hermann Kant
liest aus seinem Roman
Die Aula
Erstveröffentlichung: 1964 im Aufbau-Verlag Berlin und Weimar

Schlußszene aus dem Fernsehfilm
Krause und Krupp
V. Teil: Die Zeit der Fundamente
von Gerhard Bengsch
Regie: Horst E. Brandt
Erstsendung vom 5. Januar bis 15. Januar 1969
Krause: Günther Simon
Krupp-Direktor Dr. Mengert: Hannjo Hasse

Walter Ulbricht
Erster Sekretär des ZK der SED und
Vorsitzender des Staatsrates der DDR
Aus seinem Referat auf der II. Bitterfelder Konferenz
am 25. April 1964

Erich Honecker
Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK der SED
Aus seinem Referat
auf dem VII. Parteitag der
Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands im April 1967

Sag mir, wo du stehst
Komposition und Text: Hartmut König
Hartmut König und Mitglieder des
Oktober-Klubs Berlin
Thomas Natschinski und seine Gruppe


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Klaus Gysi
Minister für Kultur
Aus seiner Rede auf der 13. Sitzung des
Staatsrates am 18. Oktober 1968

Szene aus dem Fernsehfilm
Die Zeichen der Ersten
von Benito Wogatzki
Regie: Lothar Bellag
Erstsendung vom 24. bis 26. September 1969
Meister Falk: Wolf Kaiser
Steinberg: Dieter Wien

Szene aus dem dramatischen Fernsehroman
Wege übers Land
von Helmut Sakowski
Regie: Martin Eckermann
Erstsendung vom 22. bis 29. September 1968
Willi Heyer: Manfred Krug
Stefan: Berko Acker
Jochen: Berndt Renne

Anregungen für Lehrende und Lernende
Ausschnitt aus einer Szene
von Eberhard Fensch
Mitglieder des Landestheaters Halle
Regie: Horst Schönemann
Uraufführung am 4. Mai 1970
(anläßlich des Pädagogischen Kongresses in Berlin)

Prometheus
(Sie trugen die Flammen des Spartacus schon)
Komposition: Fred Krüger
Text: Helmut Kontauts
Regina vom Oktober-Klub Berlin
(aus einem Mitschnitt einer Veranstaltung während des
2. Festivals des politischen Liedes vom 7. bis 13. Februar 1971 in Berlin)

Kurt Hager
Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK der SED
Aus seiner Ansprache zum 150. Geburtstag
von Friedrich Engels am 27. November 1970

Willi Neubert
Mitglied der Akademie der Künste
Gedanken zur Vorbereitung des VIII. Parteitages der
Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands
(aufgezeichnet am 19. März 1971)

Max Walter Schulz
Aus seiner Ansprache auf dem VI. Schriftstellerkongreß
am 28. Mai 1969 in Berlin

Dies Bildnis ist bezaubernd schön
Arie des Tamino aus
Die Zauberflöte
von Wolfgang Amadeus Mozart
Peter Schreier, Tenor
Staatskapelle Dresden; Dirigent: Otmar Suitner

Walter Felsenstein
Aus seiner Ansprache anläßlich der Schlüsselübergabe
nach dem Umbau der Komischen Oper Berlin am 30. August 1966

Das ist die Welt, in der ich glücklich bin
Komposition: Gerd Natschinski
Text: Jo Schulz
Gisela May Studio-Orchester;
Dirigent: Henry Krtschil
Erstveröffentlichung 1969

Alfred Kurella
Aus einem Gespräch über den Film
Der Weg zu Lenin
(Uraufführung im April 1970)

Helmut Preißler
rezitiert sein Gedicht
Traum
Aus einer Veranstaltung mit Angehörigen
der Nationalen Volksarmee am 2. Februar 1971

Szene aus dem DEFA-Spielfllm
Zeit zu leben
Szenarium: Wolfgang Held
Drehbuch und Regie: Horst Seemann
Lorenz Reger: Leon Niemczyk
(Synchronstimme: Eberhard Mellies)
Uraufführung am 25. September 1969

Louis Fürnberg
Alt möcht ich werden
gesprochen von Herwart Grosse

Johannes R. Becher
rezitiert aus seinem Gedicht
Seid euch bewußt der Macht

Schluß des 1. Satzes aus der
Sinfonie Nr. 2 D-dur op. 36
von Ludwig van Beethoven
Gewandhausorchester Leipzig
Dirigent: Franz Konwitschny

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Kommentare: Hans Jacobus

Eine Dokumentation von Hans Jacobus und Dieter Kranz
Kulturpolitische Arbeit: Alfred Schubert

Wir danken dem staatlichen Komitee für Rundfunk,
dem Staatlichen Komitee für Fernsehen und dem
Staatlichen Filmarchiv der DDR, die uns wertvolle,
unersetzbare Materialien für diese Veröffentlichung
zur Verfügung stellten.

Aufnahmeleitung: Jürgen Schmidt
Tonregie: Bernd Runge
Redaktion: Hannelore Grünberg