1917–1987
Erlebte deutsch-sowjetische Freundschaft
LP ETERNA 8 65 413
Covertext:
Hans Mark wurde am 11. November 1901 in einem Dorf an der damaligen deutsch-russischen Grenze geboren. Die Wirren des ersten Weltkrieges verschlugen ihn 1916 nach Petrograd. Hier erlebte er die „10 Tage, die die Welt erschütterten“ und nahm wenn auch unbewußt und ohne die Tragweite der politischen Geschehnisse zu verstehen – an dem legendären Sturm der Bolschewiki auf das Winterpalais teil. Wenig danach schloß sich Hans Mark als Soldat den revolutionären Einheiten an und war unter anderem an der Befreiung Rigas beteiligt. 1923 kam er nach Berlin und wurde aktives Mitglied des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands. Nach Beginn der faschistischen Diktatur saß Hans Mark mehrere Jahre in Hitlers Gefängnissen. 1936 emigrierte er in die Tschechoslowakei und von dort nach England. 1947 wurde der Kommunist Hans Mark Generalsekretär der soeben gegründeten Gesellschaft zum Studium der Kultur der Sowjetunion – der heutigen Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft. Jetzt lebt Hans Mark als Arbeiterveteran in Berlin. Er ist Träger hoher staatlicher und gesellschaftlicher Auszeichnungen.

Leni Berner wurde am 13. Dezember 1904 in Berlin geboren. Nach Lehre und Arbeit im Buchhandel wandte sie sich einem medizinischen Beruf zu und leitete in Berlin ein orthopädisches Gymnastik-Institut. 1923 wurde sie Mitglied des Kommunistischen Jugendverbandes und 1927 der Kommunistischen Partei Deutschlands. Mit Beginn der Hitlerdiktatur erfüllte sie Aufträge im antifaschistischen Widerstandskampf bis sie auf Beschluß der Partei 1935 in die Sowjetunion ging. Hier arbeitete sie als Lehrerin und absolvierte ein gesellschaftswissenschaftliches Studium. Während des Großen Vaterländischen Krieges war Leni Berner an der II. Baltischen Front Offizier der Sowjetarmee, in deren Reihen sie an der Befreiung des deutschen Volkes vom Faschismus teilnahm. Nach 1945 erfüllte Leni Berner wichtige Funktionen in der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD) und später im Staatsapparat der jungen Deutschen Demokratischen Republik. Von 1959–1968 leitete sie als Direktor das Zentrale Haus der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft. Leni Berner lebt in Berlin und wirkt als Propagandist.

Nationalpreisträger Professor Dr. Klaus Thiessen wurde am 27. Juli 1927 in Göttingen geboren. Als Siebzehnjähriger mußte er bis Kriegsende als Soldat in der faschistischen Wehrmacht dienen. 1945 reiste die Familie Thiessen in die Sowjetunion, wo sein Vater Professor Peter Adolf Thiessen mit sowjetischen und deutschen Wissenschaftlern Probleme zur Nutzung der Kerntechnik lösen half. Klaus Thiessen arbeitete anfangs in der Sowjetunion als Physiklaborant. Später studierte er Physik, Fachrichtung Halbleiterphysik, in der er 1959 an der Lomonossow-Universität promovierte. Nach 1959 wirkte Professor Dr. Klaus Thiessen an aktuellen Aufgaben der Akademie der Wissenschaften der DDR und der Mikroelektronikindustrie unserer Republik. Seit 1970 übt er außerdem eine Lehrtätigkeit an der Technischen Hochschule Karl-Marx-Stadt aus. Genosse Professor Dr. Klaus Thiessen ist jetzt stellvertretender Institutsdirektor am Zentralinstitut für Optik und Spektroskopie der AdW der DDR. Seit 1978 gehört er dem Zentralvorstand der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft an.

Stefan Schubert wurde am 1. November 1950 in Zwickau geboren. Er erlernte den Beruf eines Stahlbauschlossers und qualifizierte sich zum Ingenieur für Schweißtechnik. Später wurde er von der Gebietsleitung der Freien Deutschen Jugend Wismut als Abteilungsleiter berufen. Seit 1974 arbeitet Stefan Schubert an den Jugendobjekten „Druschba-Trasse“ und „Erdgastrasse“. An nahezu allen ihren Abschnitten hat er Bewährungsproben bestanden und so maßgeblich die Geschichte des gewaltigen Bauwerkes der deutsch-sowjetischen Freundschaft mitgeschrieben. In diesen Jahren schloß er auch sein Studium als Gesellschaftswissenschaftler ab. Seit 1981 erfüllt der junge Kommunist die Funktion des „Beauftragten des Zentralrates der Freien Deutschen Jugend“ am „Jugendobjekt Erdgastrasse“.
Stefan Schubert war Delegierter des XII. Parlaments der FDJ. Für seine hervorragenden Leistungen erhielt er den Orden „Banner der Arbeit“, die „Artur-Becker-Medaille“ in Gold und die sowjetische Auszeichnung „Für die heldenhaften Erbauer der Erdgasleitung Orenburg – Westgrenze UdSSR“. Stefan Schubert ist verheiratet und Vater der Kinder Jenny und Sten.
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Aus ihrem Leben erzählen Hans Mark und Leni Berner


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Aus ihrem Leben erzählen Prof. Dr. Klaus Thiessen und Stefan Schubert