Nasreddin in Buchara

nach der Erzählung „Chodscha Nasreddin“
von Leonid Solowjew

LP LITERA 8 65 270
Covertext:
Der historische Chodscha Nasreddin lebte im 14. Jahrhundert in der türkischen Provinz Anatolien. Ähnlich wie die niederdeutsche Volksgestalt Till Eulenspiegel wurde er zur zentralen Figur hunderter im Volk weitererzählter Schwänke und Anekdoten, in denen häufig die herrschenden feudalen Ausbeutungs- und Abhängigkeitsverhältnisse auf witzige Weise mit den Sehnsüchten und Gerechtigkeitsvorstellungen des arbeitenden Volkes konfrontiert werden. Die Geschichten verwandelten sich beim Weitererzählen, denn die Erzählenden ließen die ihrer Zeit gemäßen sozialen und moralischen Wertvorstellungen einfließen. So bieten die vom türkischen Schriftsteller Mehmet Tewfik (1844-98) gesammelten und herausgegebenen 515 Anekdoten und Schwänke in ihrer Gesamtheit ein buntschillerndes, uneinheitliches Bild, das der schöpferischen Phantasie neuerer Erzähler reichen Spielraum läßt.

Unsere Schallplatte folgt der Erzählung „Chodscha Nasreddin“ des sowjetischen Schriftstellers Leonid Solowjow. Er macht das traditionsreiche mittelalterliche Buchara zur Heimat des Volkshelden und formt aus überliefertem Material eine zusammenhängende, spannende, witzige Abenteuergeschichte. Solowjow stattet Nasreddin mit allen jenen Eigenschaften und Wesenszügen aus, die ihm einst den Haß der Oberen zuzogen und die Liebe des Volkes sicherten – und um derentwillen er im Gedächtnis vieler Völker bis in unsere Zeit fortlebt.
Chodscha Nasreddin: Winfried Glatzeder
Emir von Buchara: Kurt Böwe
Dschafar - der Wucherer: Rolf Hoppe
Töpfer Nijas, alter Mann: Rolf Ludwig
Gjüldschan - Nijas Tochter: Simone von Zglinicki
Hussein Guslija: Herwart Grosse
Bachtjar - Wesir: Erik S. Klein
Jussup - Schmied: Martin Trettau
Arslanbeg - Oberwächter: Stefan Lisewski
Wächter, Soldaten: Peter Bause, Günter Sonnenberg
Zöllner, Wirt Ali: Horst Weinheimer
Eunuch: Michael Gwisdek
zwei Brüder: Lothar Förster, Michael Gwisdek


Die Schallplattenfassung basiert auf der Erzählung
von Leonid Solowjew „Chodscha Nasreddin“,
erschienen bei Der Kinderbuchverlag in der
Übersetzung von Ena v. Baer.
Schallplattenfassung und Regie: Dieter Scharfenberg

Komposition: Christian Steyer
Mitglieder des Arbeitertheaters des Zentralen Hauses
der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft, Berlin
Musik und Gesang: Christian Steyer
Liedtext: Dieter Scharfenberg
Geräusche: Heinz Heppner

Tonregie: Karl Hans Rockstedt

(ab 10 Jahren)