Ein Scheffel Glück
Märchen und Schelmengeschichten der Sowjetvölker
LP LITERA 8 65 189
Covertext:
Die Völker der Erde haben viele Schätze – einer der kostbarsten ist der Märchenschatz der in seiner Vielfalt, seinem Reichtum und in seiner Aussagekraft stets lebendig bleiben, nie in Vergessenheit geraten wird.

Mit ungeheurem Fleiß viel Liebe und großer Sorgfalt hat die Schriftstellerin Ingeburg Kretzschmar aus dem Märchenschatz der Sowjetvölker insgesamt 14 Märchen und Schelmengeschichten für die Schallplatte ausgesucht und bearbeitet. Das war eine Arbeit von vielen Monaten. Hunderte von Märchen aus allen Teilen der Sowjetunion mußten aufmerksam gelesen und begutachtet werden, bevor die endgültige Auswahl getroffen werden konnte.

Die Märchen und Schelmengeschichten, die wir für Euch auf den Schallplatten „Ein Körnchen Wahrheit“ und „Ein Scheffel Glück“ festgehalten haben, erzählen Euch nicht nur von weisen und gütigen, tapferen und verschmitzten, von grausamen und schlechten Menschen, sie erzählen Euch auch von den unterschiedlichen Traditionen, von den Bräuchen und Sitten der Sowjetvölker und führen Euch durch das weite Gebiet der Sowjetunion, von Kasachstan bis zur Ukraine, von den Russen bis zu den Tadshiken. Einige der Märchen werden Euch vielleicht bekannt vorkommen. Sie sind über die Grenzen der Länder und Völker hinweg weitererzählt worden, denn die Wünsche und Träume, die Hoffnung und Sehnsucht der Menschen nach einem besseren, einem gerechteren Leben erfüllen die Herzen aller Völker gleichermaßen. Und so kommt es, daß manches Märchen seinen Weg sogar rund um den Erdball genommen hat.

Als wir den Komponisten Joachim Thurm baten, für die Märchen und Schelmengeschichten eine Musik zu schreiben, hat er sich sogleich mit großem Eifer an die Arbeit gemacht und die Lieder und Tänze der einzelnen Sowjetvölker genau studiert, um zu jedem Märchen eine passende Musik zu finden. So mußte zum Beispiel für die Musik zum moldauischen Märchen „Die kluge Jungfrau“ auch eine moldauische Melodie verarbeitet werden, oder zu dem Märchen „Der Herr und sein Knecht“ eine armenische. Aber das allein reichte noch nicht aus, denn die Musik sollte nicht nur moldauisch oder armenisch klingen, sie sollte auch das jeweilige Märchen in seiner Aussagekraft unterstützen. Hört Euch an, wie gut Joachim Thurm dies gelungen ist. Überhaupt haben sich alle Mitwirkenden an diesen beiden Platten die größte Mühe gegeben. Das gilt sowohl für den Regisseur Horst Hawemann, der am Theater der Freundschaft in Berlin schon viele Stücke für Kinder und Jugendliche mit Erfolg inszeniert hat, das gilt für den bekannten Dirigenten Günther Herbig und für die Mitglieder des Berliner Sinfonie-Orchesters. Das gilt besonders auch für Rolf Ludwig, der Euch als Erzähler durch alle Märchen führt. Sein Name sei hier stellvertretend für all die anderen Schauspieler genannt, die mit ihrem Talent, aber auch mit viel Fleiß und Ausdauer die Märchen und Schelmengeschichten für Euch so bildhaft und interessant gestaltet haben.

Leni Lopez
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MASCHA UND DER BÄR
Russisches Märchen

Mascha: Karin Reif
Bär: Fred Düren
Großmutter: Ruth Glöss
Großvater: Walter Lendrich
Erzähler: Rolf Ludwig


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DIE KLUGE JUNGFRAU

Moldauisches Märchen

Mädchen: Heide Kipp
Zar: Klaus Piontek
Bote: Dieter Zöllter
Erzähler: Rolf Ludwig


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EIN SCHEFFEL GLÜCK
Moldauisches Märchen

Vater: Wolfgang Greese
Söhne: Egon Geißler, Dieter Zöllter,
Hans Oldenbürger
Erzähler: Rolf Ludwig


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DER EDELSTEINBERG
Turkmenisches Märchen

Mirali: Joachim Siebenschuh
Bey: Fred Düren
Miralis Mutter: Ruth Glöss
Erzähler: Rolf Ludwig


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DAS GEWITZTE HUHN
Tadshikisches Märchen

Huhn: Carmen-Maja Antoni
Schakal: Günter Junghans
Erzähler: Rolf Ludwig


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DER HERR UND SEIN KNECHT
Armenisches Märchen

Herr: Walter Lendrich
älterer Bruder: Günter Junghans
jüngerer Bruder: Joachim Siebenschuh
Nachbarn: Egon Geißler, Dieter Zöllter,
Erhard Köster
Erzähler: Rolf Ludwig


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Auswahl und Schallplattenbearbeitung: Ingeburg Kretzschmar

Musik nach Volksliedern und Tänzen aus der Sowjetunion: Joachim Thurm
Mitglieder des Berliner Sinfonie-Orchesters
Dirigent: Günther Herbig

Regie: Horst Hawemann
Regieassistenz: Werner Schurbaum
Tonregie: Karl Hans Rockstedt