Herr Fuchs und Frau Elster
Erlebnisse im Märchenwald

von Heinz Fülfe und Ursula Sturm

LP LITERA 8 65 102
Covertext:
Liebe Kinder!

Diese Schallplatte führt Euch direkt in einen Wald. Aber das ist kein gewöhnlicher Wald, sondern der Märchenwald des Kinderfernsehens, wo Herr Fuchs und Frau Elster wohnen und Hoppel und Borstel und all die anderen Tierkinder und Tiereltern.
Doch halt, ist das nicht Frau Elster, die dort so aufgeregt hin- und herflattert? Kommt, wir belauschen sie ein wenig.

„Nein, dieser Fuchs! Ein richtiger Angeber ist er. Was er sich nur einbildet. Immer glaubt er, alles besser zu wissen! Dazu ist er unglaublich bequem - ach, was sage ich, faul ist er und Iäßt sich gern bedienen. Besonders von mir. Aber wenn er denkt, daß das immer so weitergeht, irrt er sich gründlich. Ich denke nicht daran, nein, ich denke nicht daran.“
So schimpft und zetert die liebe Frau Elster, dann aber sagt sie nachdenklich: „Drei Tage hat er sich schon nicht mehr blicken lassen. Am Ende ist er gar krank. Ich werd’ doch gleich mal nach ihm schauen.“ Und schon ist sie fortgeflogen.

Herr Fuchs aber sitzt in seinem Bau und scheint genauso aufgeregt zu sein wie Frau Elster. Hört nur.
„Diese Elster! Sie ist wirklich unerträglich. Wenn sie nur einmal fünf Minuten den Schnabel halten könnte. Aber nein, sie schnackert und schnattert ununterbrochen und macht einen ganz nervös. Und dänn ihre Neugier! Sie kann einem schon richtig auf die Nerven fallen, in jeden Quark muß sie ihren Schnabel stecken. Na ja - und so ganz ehrlich ist sie auch nicht. Sie kann nichts Blankes liegen lassen. Ich sage es ja immer, diese Elster ist eine unmögliche Person! Möchte bloß wissen, was jetzt wieder mit ihr los ist. Drei Tage habe ich schon nicht mehr ihr Geschnatter gehört. Vielleicht ist sie krank und braucht Hilfe? Da muß ich doch nach dem Rechten sehen.“

Sagt selbst, Kinder, muß man da nicht lachen? Wie die schimpfen können, die beiden! In Wirklichkeit aber sind sie unzertrennliche Freunde. Sie streiten sich hartnäckig um ihre eigenen Fehler und helfen einander, so gut sie nur können. Gemeinsam erlebten sie schon viele Abenteuer im Märchenwald.
Bevor Ihr nun aber selbst ein paar von den Geschichten hören werdet, die wir für Euch aus dem Märchenwald mitgebracht haben, möchten wir Euch noch rasch die anderen Waldbewohner vorstellen, die auf unserer Schallplatte eine wichtige Rolle spielen.

MAUZ UND HOPPEL
Mauz und Hoppel sind gute Freunde. Sie wohnen tief im Märchenwald in einem kleinen Haus mit grünen Fensterläden. Mauz schleckt gern süße Milch und Hoppel knabbert, wie alle kleinen Hasen, am liebsten Mohrrüben und saftige grüne Kohlblätter.
Hoppel ist manchmal ein kleiner Angsthase und Mauz ab und zu ein freches Katerchen. Aber wo Hoppel zu wenig Mut hat, hilft ihm Mauz, das Fürchten zu überwinden. Und wenn Mauz einmal gar zu naseweis und vorlaut ist, schüttelt der Hoppelhase nur nachdenklich seine langen Ohren, und da wird Kater Mauz gleich wieder lieb, zieht seine Krallen ein und schnurrt.

PUTZI, DAS EICHHÖRNCHEN
Putzi, das lustige, muntere Eichhörnchen mit dem wunderschönen roten Puschelschwanz, ist gut Freund mit Borstel, Mauz und Hoppel. Weil es so flink und hilfsbereit ist, haben es alle gern. Bei allen Märchenwald-Sportfesten ist Putzi Sieger im Klettern und Springen. Selbst der Hoppelhase kann nicht so weite Sprünge machen wie Putzi. Auch beim Versteckspiel macht ihm so leicht keiner etwas vor. Blitzschnell klettert Putzi in die höchsten Baumwipfel und springt ohne Anstrengung von Ast zu Ast, von Baum zu Baum. Nur wenn es Nüsse knabbert, läßt sich Eichhörnchen Putzi durch nichts stören.

FRAU IGEL UND BORSTEL
Nuff- nuff- nuff, Mutter Igel tappelt mit kleinen Schritten durch den Wald, und hinter ihr tappelt mit noch kleineren Schrittchen Borstel, der kleine Igelsohn. Wie schön ist es im Märchenwald! Es gibt so viel zu sehen und zu bestaunen. Da muß Borstel sich noch schnell das Käferchen anschauen, das gerade über den Weg krabbelt. Und natürlich muß er auch hinter dem bunten Schmetterling hertappeln. Überall muß sein Igelschnäuzchen herumschnüffeln. Frau Igel ist schon ein ganzes Stück voraus. Immer wieder muß sie stehenbleiben und sich nach ihrem kleinen Borstel umschauen. Wenn das so weitergeht, werden sie viel zu spät beim Onkel Uhu eintreffen. Mutter Igel mag Unpünktlichkeit gar nicht. Sie ist für Ordnung und Sauberkeit. Frau Igel seufzt, ihr Borstelchen bummelt gar zu gern, vergißt oft die Zeit, hat immer schmutzige Pfötchen und will nicht aufräumen. Oh, mit so einem Igelkind hat man es manchmal gar nicht leicht!
Tapp - tapp - tapp, da kommt Borstel den Weg entlang. Er hat nur noch schnell die schönste blaue Glockenblume, die am Wegestand, gepflückt, um sie seiner Mutti zu schenken. Und da kann Mutter Igel gar nicht mehr böse sein.

ONKEL UHU
Wenn Onkel Uhu in der Märchenwaldschule durch seine großen Brillenaugen schaut, werden auch die vorlautesten Tierkinder ganz still und aufmerksam.
Onkel Uhu weiß viel. Von Nord nach Süd, von Ost nach West hat er den Märchenwald in allen Richtungen überflogen. Alle Pilze, Pflanzen und Kräuter kennt er. Ist einer der Märchenwaldbewohner erkrankt, verordnet Onkel Uhu sogleich die richtige Medizin. Wenn Frau Igel nach einem neuen Einweckrezept sucht und Meister Schwarzrock, der Rabe, eine spannende Geschichte lesen will, so gehen sie zu Onkel Uhu und leihen sich ein Buch aus. Viele, viele Bücher stehen in der Uhu-Wohnung auf dem großen Eichenbaum. Für alle hat Onkel Uhu einen guten Rat. Auch für den Herrn Fuchs, der sich zwar immer sehr schlau dünkt, und auch für Frau Elster, die glaubt, immer das Neueste zu wissen.

Ursula Sturm
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Der Riesenpilz
1. Teil: Die große Entdeckung
2. Teil: Reisebüro Fuchs

Frau Elster: Heinz Fülfe
Herr Fuchs, Onkel Uhu, Frau Igel:
Heinz Schröder
Mauz:
Ingeburg Fülfe
Hoppel:
Barbara Augustin Gorn
Borstel:
Friedgard Kurze
Putzi:
Renate Elze


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Der Riesenpilz
3. Teil: Eine abenteuerliche Wanderung


Der Drachenbau

Frau Elster: Heinz Fülfe
Herr Fuchs:
Heinz Schröder


Hapschie !

Frau Elster: Heinz Fülfe
Herr Fuchs:
Heinz Schröder

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Der Riesenpilz von Heinz Fülfe
Der Drachenbau von Ursula Sturm
Hapschie! von Ursula Sturm

Musik: Wolfgang Richter
Instrumentalgruppe
Leitung: Manfred Roost

Wortregie: Jürgen Schmidt
Tonregie: Karl Hans Rockstedt