„Und wenn es nicht ums Jagen wär
als früh im Wald zu streifen“

Jagdgeschichten in Liedern und Gedichten
LP LITERA 8 60 082
Covertext:
Der schöne Fuchs
Lenin liebte die Jagd sehr, aber er konnte nur selten auf die Jagd gehen, dazu war keine Zeit. An der mangelnden Übung lag es sicher auch, daß er manchmal danebenschoß. Aber dadurch ließ er sich das Vergnügen nicht verderben.
Als er nach seiner Krankheit in Erholungsurlaub war, luden ihn Genossen ein, an einer Fuchsjagd teilzunehmen. Es war mitten im Winter, an einem schönen Frosttag.
Es war eine Jagd mit Fähnchen. Rund um den Wald, in dem der Fuchs lag, wurden rote Fähnchen in den Schnee gesteckt. Dann nahm jeder Jäger seinen Platz ein. Wladimir Iljitsch stand hinter einer riesigen Kiefer. Von ferne hörte man Hundegebell.
Dann krachte ein einzelner Schuß durch den Wald. Lenin stand mit dem Gewehr in der Hand auf der Lauer. Ringsum wurde es still. Wahrscheinlich war der Fuchs in einen anderen Teil des Waldes hinübergewechselt. Ein Vogel flog über Wladimir Iljitschs Kopf hinweg, er streifte einen Zweig an der Kiefer, so daß der Schnee leis herabstäubte. Langsam kreisend fielen die leichten Flocken.
Es war so schön und still im Wald.
Doch plötzlich zeigte sich hinter einem jungen Tannenbäumchen der Fuchs. Er schaute vorsichtig umher und streckte den Kopf vor, wahrscheinlich um zu wittern. Er hatte ein herrliches langhaariges, dichtes Fell. Besonders schön war der riesige buschige Schwanz. Wenn er ihn bewegte, flimmerten tausend rote Fünkchen in der Sonne.
Wladimir Iljitsch konnte vom Fuchs nicht gesehen werden, denn er stand hinter einer Kiefer.
Plötzlich machte der Fuchs einen Satz und stand dann still. Er lauschte, wobei er mit der Rute schlug und mit seinen dunklen flinken Augen ängstlich in die Runde schaute. Er witterte die Spur eines Menschen.
In diesem Augenblick hob ein leichter Windstoß die Fahne neben Lenin. Der Fuchs erschrak und flitzte zurück. Aber da kam schon ein alter Jäger gelaufen und rief Lenin ärgerlich etwas zu. Wladimir Iljitsch hatte das Gewehr gesenkt und stand ruhig da.
„Worum haben Sie nicht geschossen? Sie hatten ihn doch vor dem Schuß, Wladimir Iljitsch!“
Lenin lächelte und sagte: „Es tat mir leid um ihn. Er war so schön.“

aus „Geschichten über Lenin“ von A. J. Uljanow/A. Kononow
Der Textabdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Kinderbuchverlages Berlin.
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Inschrift an einem niedersächsischen Forsthaus
Hanns Anselm Perten

Carl Maria von Weber
„Der Freischütz“
Jägerchor (3. Akt)
Männerchor des Rundfunkchores Leipzig
Rundfunk-Sinfonie-Orchester Leipzig
Dirigent: Herbert Kegel

Gerhart Hauptmann
„Schluck und Jau“
Prolog
Rolf Ludwig

Johann Sebastian Bach
„Jagdkantate Nr. 208“
Was mir behagt, ist nur die munt’re Jagd
Renate Hoff, Sopran
Joachim Freyer, Cembalo

M. Nic. Rebhan / Esau Venator
Jagdpredigten 1621
Rolf Ludwig

Joseph Haydn
„Die Jahreszeiten“
Herbst (Ausschnitt)
Solistenvereinigung und Großer Chor des Berliner Rundfunks
Berliner Rundfunk-Sinfonie-Orchester
Dirigent: Helmut Koch

Gottfried August Bürger
Der wilde Jäger
Wolf Kaiser

Martin Luther
Jagdpredigt
Hans Hildebrandt
Jagdsignal
Horn-Quartett des Estraden-Orchesters

Matthias Claudius
Schreiben eines parforcegejagten
Hirschen an den Fürsten

Rolf Ludwig

Forst- und Jagdkalender für das Jahr 1799
Bey Eröffnung der Jagd
Wolf Kaiser

Georg Friedrich Händel
Hunting Song: The morning is charming
Hans Martin Nau, Bariton
Joachim Freyer, Cembalo

Forst- und Jagdkalender für das Jahr 1799
Jägerlied
Wolf Kaiser

Franz Schubert
Trarah, wir kehren heim
Hans Martin Nau, Bariton
Joachim Freyer, Klavier

aus „Des Knaben Wunderhorn“ –
herausgegeben von Arnim – Brentano
Jagdglück
Hans Hildebrandt

Johann Friedrich Reichardt
Jägers Abschied (Im Felde schleich ich still und wild)
Hans Martin Nau, Bariton
Joachim Freyer, Klavier

aus „Des Knaben Wunderhorn“ –
herausgegeben von Arnim – Brentano
Der angeschossene Kuckuck
Rolf Ludwig


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Joseph von Eichendorff
Jagdlied
Hans Hildebrandt

Ludwig Uhland
Der weiße Hirsch
Rolf Ludwig

Hans Friedrich von Flemming
Jagdsignal (Wenn der Hirsch erlegt worden)
Mitglieder des Horn-Quartetts des Estraden-Orchesters

Adalbert von Chamisso / Max Sydow
Die rote Hanne oder das Weib des Wilddiebes
Hans Hildebrandt

Conradin Kreutzer
Jägers Lust (Es lebe, was auf Erden)
Männerchor des Berliner Rundfunks
Horn-Quartett des Estraden-Orchesters

Sigismund von Radecki
Drehorgelmelodie „Lütt Matten de Haas“
(nach dem Lied von Klaus Groth)
Jagd – Eine wirklich wahre Jagdgeschichte
Wolf Kaiser

Friedrich Silcher
Ein Jäger aus Kurpfalz
Männerchor des Berliner Rundfunks
Leitung: Ehm Kurzweg

Istvan Barsony
Die Lebensretterin
Hans Hildebrandt

Johannes Brahms
Der Jäger und sein Liebchen op. 28 Nr. 4
(Duett für Alt und Bariton)
Edda Schaller, Mezzosopran
Hans Martin Nau, Bariton
Joachim Freyer, Klavier

Forst- und Jagdkalender für das Jahr 1794
Rückkehr von der Jagd
Wolf Kaiser

Felix Mendelssohn-Bartholdy
Jagdlied op. 49 Nr. 6
(Durch schwankende Wipfel schießt goldener Strahl)
Rundfunkchor Leipzig
Leitung: Dietrich Knothe

Joseph von Eichendorff.
Der Jäger Abschied
Hans Hildebrandt

Hans Friedrich von Flemming
Jagdsignal (Wenn die Jagd zu Ende und vollbracht ist)
Horn-Quartett des Estraden-Orchesters

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Ausgewählt und zusammengestellt von Hanns Anslem Perten

Musikalische Leitung: Manfred Nitschke
Regie: Hanns Anselm Perten