Volksliederabend des Deutschen Theaters
LP LITERA 8 65 344
– kein Covertext –
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Still ruht der Bau
Aus den 20iger oder 30iger Jahren.
Gesungen von Ida Zschach in Möschlitz/Thüringen, 1938
Dieter Franke

Die Brombeeren
Österreichisch, vor 1819
Satz: Uwe Hilprecht
Elsa Grube-Deister

Der wilde Jäger
Altes deutsches Volkslied, zuerst in „Des Knaben Wunderhorn“, 1806
Rolf Ludwig und Ensemble

Am Schliersee
Text und Melodie aus Bayern
Reimar J. Baur

Lütte Burdeern
Volkslied aus der Lüneburger Heide
Elsa Grube-Deister

Jetzt danzt Hannemann
Bauerntanz aus der Mark Brandenburg, um 1855
Jutta Wachowiak

Der Besenbinder
Volkslied, bekannt schon vor der Mitte des 18. Jahrhunderts
Dieter Franke

In der Heimat ist es schön
Entstand während des Crimmitschauer Textilarbeiter-Streiks 1903/04; eine Parodie auf das beliebte Männergesangsvereinslied gleichen Titels
(Melodie von A. Zöllner, 1840)
Rolf Ludwig

Die Gedanken sind frei
In Deutschland sehr verbreitetes Lied; kurz vor 1800 in Süddeutschland oder der Schweiz entstanden
Jutta Wachowiak

Schufterei für wenig Geld
Aus Roschwitz, Kreis Bernburg, Anhalt.
Gesungen in den 20iger und 30iger Jahren
Günter Sonnenberg

Der jrüne August
Ein „Kundenlied“, überliefert
Reimar J. Baur und Ensemble

Wenn zweie stehn und flüstern
Aus einer Sammlung „Gedichte für das arbeitende Volk“, Zürich 1886;
Melodie von Martin Hannemann
Dieter Franke und Ensemble

Es fiel a Fortz vom Dach
Spottlied auf die Polizei von 1848; aus Schlesien. Gesetzlich verboten, geheim viel gesungen
Günter Sonnenberg

In dem kleinen Oldenburger Land
Kundenlied
Jutta Wachowiak, Reimar J. Baur

Üb immer Treu und Redlichkeit
Nach L. F. Höltys Gedicht „Der Landmann an seinen Sohn“, 1775.
Melodie von W. A. Mozart
Ensemble


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Es flog ein kleine Waldvögelein
Aus einem Tabulaturbuch von Memmingen;
Handschrift aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts.
Satz: Uwe Hilprecht
Günter Sonnenberg, Reimar J. Baur, Uwe Hilprecht

Dunkle Wolken
Nach der Liederhandschrift des bayrischen Benediktinerpaters Johannes Werlin, 1646
Elsa Grube-Deister

Die beste Zeit im Jahr ist mein
Text von Martin Luther, aus „Lob und Preis der loblichen Kunst Musica/durch H. Joh. Walter/Wittenberg 1538.“
Die ursprünglich weltliche Melodie stammt aus dem 16. Jahrhundert
Ensemble

Es ist ein Schnitter
Text und Melodie zuerst auf einem fliegenden Blatt
„Ein schönes Mayenlied, wie der Menschenschnitter der Todt die Blumen ohne underschid gehling abmehet …
Gedruckt im Jahr 1638.“
In der Zeit des 30jährigen Krieges und danach vielfach nachgedruckt
Rolf Ludwig

Zu Straßburg auf der Schanz
Text aus „Des Knaben Wunderhorn“, 1806,
Melodie von Friedrich Silcher, 1835.
Nachdichtung eines Liedes aus dem Hessen-Darmstädtischen vom Ende des 18. Jahrhunderts
Elsa Grube-Deister

Der Soldatenhimmel
Das Lied wurde 1862 von den hessischen Husaren in Kassel gesungen
Reimar J. Baur

Das haben die falschen Zungen getan
Aus Samswegen, Provinz Sachsen, um 1850
Gitarrensatz Uwe Hilprecht
Günter Sonnenberg

Kleiner Mann und große Frau
Aus dem „Allgemeinen Deutschen Kommersbuch“
Jutta Wachowiak

Das Wirtshaus an der Lahn
Studentenlied aus dem 19. Jahrhundert; rheinländisch.
In den verschiedensten Textvarianten fortlebend
Dieter Franke

Heimat, süße Heimat
Ein „Küchenlied“ der Jahrhundertwende
Elsa Grube-Deister

Heimliche Liebe
In ganz Deutschland verbreitet;
gedruckt zuerst 1807
Elsa Grube-Deister, Jutta Wachowiak, Günter Sonnenberg

In einem kühlen Grunde
Text von Joseph von Eichendorff
(nach einem älteren Volkslied);
Melodie von Friedrich Glück (1814)
Reimar J. Baur

Zugabe: Rosemarie
Text von Hermann Löns; Melodie von Fritz Jöde.
Satz Uwe Hilprecht
Dieter Franke und Ensemble

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Musikalische Leitung: Uwe Hilprecht
Zusammenstellung und Künstlerische Leitung: Dieter Franke, Uwe Hilprecht, Alexander Weigel

Musikalische Begleitung:
Reimar J. Baur (Bandoneon, Blockflöte, Gitarre)
Uwe Hilprechl (Bandoneon, Gitarre, Klavier, Mandoline, Violine)

Tonregie: Karl Hans Rockstedt

Die Premiere dieses Volksliederabends des Deutschen Theaters mit dem Titel „Deutsche Volkslieder“ fand um 12. Oktober 1981 in der „Distel“ am Bahnhof, Friedrichstraße in Berlin statt.
Aufnahme: 18./19. Mai 1982 im Berliner Ensemble