Fummel und Bummel bei den Katzenkindern

von Hanna Emuth

Single LITERA 5 60 066
Covertext:
Tja, liebe Kinder, diese Geschichte hätte bald ein böses Ende genommen. Mit Kartoffelbrei wollten Karin und Peter die winzig kleinen Kätzchen füttern und dabei weiß doch jeder, daß Katzenjungen zum Wachsen nur Katzenmilch brauchen und nichts anderes vertragen können. Aber weil Karin und Peter die Tierbabys einfach aus dem weichen Nest in Kasimirs Scheune weggenommen hatten, suchte die Katzenmutti, Frau Schnurrich, nun vergebens nach ihren hungrigen Kleinen. Sie war nur ein wenig spazieren gegangen, traf die Henne Gackerine und machte mit ihr ein kleines Schwätzchen. Als sie dann ins Heu zurückkehrte, waren die Katzenkinder verschwunden. „Wie kann man seine Kleinen so lange allein lassen!“, rief Glucke Gackeline empört und vergaß dabei, auf ihre eigenen gelben Kückenbällchen achtzugeben. Wütend bellte Karo, der Hund. Ein Dieb mußte auf dem Hof gewesen sein, und er hatte ihn nicht bemerkt! Oh, wenn er ihn erwischen würde, dem wollte er Beine machen! Gockelhahn krähte gewaltig laut, tat furchtbar klug und wußte doch nicht, wo man die Kätzchen finden könnte.

Am Abend stand die kleine Tierqesellschaft immer noch ratlos auf Kasimirs Hof. Inzwischen war Teddy Bummel gekommen, um seinen Freund Fummel, Karins Spielzeugäffchen, zu besuchen. Aber heute wartete er vergeblich im Garten, von Fummel keine Spur, nicht einmal ein Affenschwanzzipfelchen war zu entdecken. Ob er vielleicht bei den Tieren in Nachbar Kasimirs Hof zu finden war? Nein, diese hatten Fummel auch nicht gesehen. Aber sie erzählten dem Teddy von den verschwundenen Katzenkindern. Wie leid tat ihm die unglückliche Frau Schnurrich. Man mußte ihr helfen! Fummel wüßte sicher, wie man es anstellen könnte, die Kleinen wiederzufinden. Da stellte sich Bummel einfach unter das Kinderzimmerfenster und rief seinen Freund solange, bis Fummels lustiges Affenköpfchen zum Vorschein kam. In den Garten könne er nicht kommen, sagte er, weil er nämlich immer die niedlichen Kätzchen anschauen müsse, die in Karins Puppenwagen warm zugedeckt eingeschlafen waren. Natürlich erklärte Bummel ihm, daß so kleine Kinder zu ihrer Mutti gehören. Aber glaubt ja nicht, liebe Kinder, Fummel hätte das gleich eingesehen und die Kätzchen zu Frau Schnurrich gebracht. Doch mehr will ich nicht verraten. Hört Euch die Geschichte selbst an und lernt daraus, daß man Tiere nicht wie Puppen behandeln darf, wenn man’s auch noch so gut mit ihnen meint.

Das wünscht Euch Eure Märchentante
Fummel - ein Spielzeugaffe: Rolf Ripperger
Bummel - ein Teddy: Wolfgang Lippert
Frau Schnurrich - eine Katzenmutter:  
Ingeborg Medschinski
Karo - ein Hund: Fritz Hollenbeck
Gackeline - eine Henne: Berti Deutsch
Gackerine - eine Glucke: Marita Hübner
Erzählerin: Ingeborg Chrobock

von Hanna Emuth