Der verzauberte Hund

Schwedisches Märchen
Single LITERA 5 60 093
Covertext:
„Liebe ist imstande, Berge zu versetzen“, lautet ein altes Sprichwort. „Torheit“, sagt Ihr, „Technik macht das!“ Freilich habt Ihr recht, dennoch: jedes Sprichwort bewahrt etwas von der Weisheit der Jahrhunderte. Bedenkt, die Liebe zur Freiheit beflügelte kühne Menschen zu großen Taten. Vater und Mutter lieben Euch. Ihr liebt sie. Welch weites Gefühl also. Dichter besingen die Unsterblichkeit der Liebe. Glücklich macht sie und traurig zugleich.

Viele Märchen kennt Ihr, in denen es heißt: Nur durch ihre reine Liebe konnte der böse Zauber gebannt werden.

Zauberer, Feen, Zwerge und Wunder gibt es nur im Märchen. Aber die klugen Märchenerzähler haben unsere Gefühle und Wünsche ihren Märchenhelden verliehen. Und so offenbart sich in fast jedem Märchen auch Wirkliches.

Bescheidene Wünsche, gute Herzen werden im Märchen belohnt. So auch in unserem Märchen. Der Wunsch nach einem Mann mit goldenem Haar und goldenem Bart erfüllt sich. Aber erfüllt sich damit der Wunsch nach einem guten Leben? Das schöne Bild trügt.

Allein, der Wunsch nach wahrer Liebe erfüllt sich nicht von selbst. Man muß etwas dafür tun. So erging es unserer Heldin. Sie wünschte sich einen Mann, der sie von Herzen lieb hat. Sonst mochte sie eher einen lahmen Hund. Viele sagen die Wahrheit, ohne es zu wissen. Das Mädchen erhielt seinen lahmen Hund! Und was dann, fragt Ihr? Hört Euch das Märchen gut an und denkt dabei ein wenig an das alte Sprichwort.

Hannelore Hilzheimer
Erzähler: Eberhard Mellies
1. Schwester: Ruth Langer
2. Schwester: Kathrin Stephan
3. Schwester: Erika Solbrig
Hund: Gerd Micheel


Ein schwedisches Märchen
Nach der Übersetzung von Alfred Otto Schwede
Für die Schallplatte bearbeitet von Konrad Reich

Instrumentalgruppe
Leitung: Dietmar Bellmann

Regie-Assistent: Werner Schurbaum
Regie: Christine van Santen