Fummel und Bummel an der Ostsee

von Hanna Emuth

Single LITERA / ETERNA 5 60 056
Covertext:
Seid ihr schon einmal an der Ostsee gewesen, liebe Kinder, wo das Meer brausend in mächtigen Wogen an den Strand schlägt? Denkt euch nur, dort trafen sich im vergangenen Sommer Spielzeugäffchen Fummel und Teddy Bummel, sein bester Freund. Das war eine Überraschung als sie sich plötzlich am Strand gegenüberstanden! Klaus hatte Bummel mit ins Kinderferienlager genommen und Fummel war mit seiner Karin und ihren Eltern an die Ostsee gefahren. Bummel wollte gern schwimmen lernen und machte fleißig Trockenübungen wie sein Klaus. Aber Fummel lachte den eifrigen Teddy aus. „Das habe ich nicht nötig! Ich bin ein Affe und kann sowieso schwimmen“, sagte er. Und dabei stimmte das gar nicht! Abends, als schon alle Kinder schliefen, spielten Fummel und Bummel noch mit Wasserball Fliegweg am Strand. Da flog der Ball aufs Wasser, schaukelte munter auf den Wellen, rief und lockte Fummel, er solle nur kommen und ihn holen. Bummel meinte auch, sein Freund könne doch zum Wasserball schwimmen. Da stellte sich Fummel einfach aufs Wasser und ... versank – patsch – im tiefen Meer! Wie erschrak da der liebe, kleine, dicke Teddy! Er rief um Hilfe und jammerte laut: „Mein Fummel, mein Fummelchen“ Eine hungrige Möwe aber verstand „Krümelchen“ und meinte, dort gäbe es etwas zu fressen. Sie hielt auch den braunen Spielzeugaffen im Wasser fur einen Kanten Brot und zog ihn mit ihrer Freundin heraus. Als die beiden Möwen dann aber ihren Irrtum bemerkten, ließen sie das Äffchen einfach wieder fallen. Da lag es nun wie tot auf der äußersten Spitze eines Wellenbrechers – das ist ein Weg aus Steinen, der weit in das Meer hineinragt. Verzweifelt tastete sich Bummel über die nassen, glitschigen Steine zu seinem Freund vor. Das Wasser spülte um die dicken Teddyfüße, wurde von ihnen aufgesogen und machte sie bei jedem Schritt ein bißchen schwerer. Zum Glück fand Bummel zwei freundliche Helfer: Ein Tauende, das auf den Wellenbrecher gespült worden war und Krebs Zwickzwack. Ihr wundert euch wohl, liebe Kinder, wie ausgerechnet ein Krebs unsern Fummel retten konnte! Er verrichtete die wichtigste Arbeit, außer Bummel natürlich, der mit letzter Kraft seinen Freund zum Strand zurückbrachte. Er wollte einfach nicht glauben, daß der völlig aufgeweichte, leblos daliegende Spielzeugaffe Fummel tot sei und nie wieder mit ihm spielen würde. Vielleicht war Fummel auch garnicht tot? Hört euch die Schallplatte an, dann werdet ihr’s erfahren. Und dann überlegt euch einmal, ob es nicht reichlich leichtsinnig von Fummel war, sich auf’s Wasser zu stellen, wo er doch gar nicht schwimmen konnte. Teddy Bummel aber erwies sich als ein treuer, mutiger Freund, der keine Gefahr scheute, um seinen lieben Fummel zu retten. Würdet ihr auch so tapfer sein, wenn euer bester Freund in Not geriete? Das glaubt ganz bestimmt

Eure Märchentante
Fummel - ein Spielzeugaffe: Rolf Ripperger
Bummel - ein Teddy: Wolfgang Lippert
Fliegweg - ein Wasserball: Peter Groeger
Zwickzwack - ein Krebs: Robert Assmann
Tau: Joachim Hoyer
Zwei Möwen: Irmgard Preuß, Johanna Voelkel
Erzählerin: Ingeborg Chrobock

von Hanna Emuth