Hanns Eisler – Komponist der Arbeiterklasse
Ein musikalisches Porträt zur Stoffeinheit 8, Klasse 10

Single SCHOLA 5 10 103
Covertext:
Hanns Eisler, im musikalischen Porträt dargestellt, das bietet gute Gelegenheit, mit wenig Zeitaufwand sehr wirkungsvoll den Schülern interessante, musikalische und historische Fakten aus dem Leben und Wirken des Komponisten zu vermitteln. Bertolt Brecht sagte im Geleitwort zum ersten Band der Lieder und Kantaten von Hanns Eisler: „... Ich habe oft bemerkt, wie das Singen und Hören Eislerscher Kompositionen weniger mimische Ausdruckswirkungen hervorruft, als ganz bestimmte Haltungen. Das ist wichtig. Die Gesamthaltung ist revolutionär im höchsten Sinn.“

Mit der Musik Eislers vertraut werden, bedeutet das Eingreifen in den aktuellen politischen Kampf. So sind auch die Worte Eislers zu verstehen, die zu Beginn dieser Schallplatte dargeboten werden: „Ich bemühe mich seit meiner Jugend eine Musik zu schreiben, die dem Sozialismus nutzt. Das war oft eine sehr schwierige und widerspruchsvolle Aufgabe. Aber sie scheint mir für die Künstler unserer Zeit die einzig würdige.“

Hanns Eisler war Komponist der Arbeiterklasse. Sein Leben (6. 7. 1898–6. 9. 1962) war eng mit den Kämpfen seiner Zeit verbunden. Oft schrieb er seine Lieder in kürzester Zeit. Er komponierte, was der revolutionäre, politische Kampf erforderte. Seine Musik ist auf Veränderung ausgerichtet. Mehr als 600 Vokalwerke, 80 Bühnen- und Filmmusiken, sowie ein bedeutendes kammermusikalisches Schaffen und sinfonische Arbeiten zeugen von der großen Arbeitsintensität dieses Künstlers. Das vorliegende musikalische Porträt bietet nur einen kleinen Ausschnitt dieses Schaffens. Es führt die von den Schülern über Eisler erworbenen Kenntnisse im Musikunterricht der Klasse 10 zusammen, wiederholt und vertieft diese insbesondere verbunden mit dem Literaturunterricht zum Schauspiel „Die Mutter“ (6. Szene) von Bertolt Brecht nach dem weltberühmten Roman von Maxim Gorki. Dabei sollen die Schüler erkennen, daß die Musik Hanns Eislers die revolutionäre Sprache im Schauspiel „Die Mutter“ nicht nur kommentiert, sondern das künstlerische Geschehen vorantreibt, daß Eislers Musik als künstlerisches Mittel im Klassenkampf zu werten ist.

Den auf der Schallplatte dargebotenen Musikbeispielen sind biografische Erläuterungen zugeordnet. Außerdem gehört dazu die Bildreihe R 965 (25 Einzeldias). Die Anordnung der Bilder in der Reihe entspricht dem Ablauf der Schallplattenbeiträge. Bilder, die die Lebensstationen des Komponisten kennzeichnen, Fotos von Begegnungen mit Freunden und Kampfgefährten, stehen neben Szenenfotos von Brechts Schauspiel „Die Mutter“ in der Aufführung mit Helene Weigel am Berliner Ensemble.

Einzelheiten über das Zusammenspiel von Schallplatten- und Bildereinsatz sind im Unterrichtsmittel-Beiblatt enthalten.

Bildfolge: zur Schallplattenseite 1
1. Hanns Eisler – Komponist der Arbeiterklasse (Schriftgrafik)
2. Faksimile der Unterschrift Hanns Eislers
3. Hanns Eisler Porträt
4. Lebensstationen Eislers (Fotomontage)
5. Titelseite zu „Lieder und Kantaten“
6. Titelblatt der Zeitschrift „Kampfmusik“
7. Symbol – Aus der Grafikmappe „Für den Frieden der Welt“
8. Pasaremos
9. Palast der Republik (color)
10. Hanns Eisler und Ernst Busch
11. Hanns Eisler und Bertolt Brecht
12. Eisler mit sowjetischen Freunden
13. Programmzettel zu „Die Mutter“
14. Maxim Gorki

Bildfolge: zur Schallplattenseite 2
15. Bühnenbild zu „Die Mutter“ (Im Zimmer der Wlassowa)
16. Bühnenbild zu „Die Mutter“ (Chor, 6. Szene)
17. Zeichnung von Sandor Ek „Erschießung“
16. Noten zur „Grabrede“ aus dem Schauspiel „Die Mutter“
19. Bühnenbild zu „Die Mutter“ (Gruppe mit Helene Weigel)
20. Porträt Eislers
21. Eisler bei der Probe
22. Hanns Eisler am Klavier
23. Zeichnung von Hauwede „Bert Brecht“
24. Notenhandschrift zu „Lenin“ von Hanns Eisler
25. Hanns Eisler Porträt
|  Seite 1  |

Orchestervariationen zum Solidaritätslied
Musik: Hanns Eisler
Berliner Rundfunk-Sinfonieorchester
Dirigent: Rolf Kleinert

„Brüder seid bereit“
Musik: Hans Eisler
Text: Stephan Hermlin
Hermann Hähnel, Gesang
Rundfunkchor und Großes Rundfunkorchester Leipzig
Dirigent: Adolf Fritz Guhl


|  Seite 2  |

„Lob des Lernens“
aus „Die Mutter“
Musik: Hanns Eisler
Text: Bertolt Brecht
Ernst Busch mit Instrumentalgruppe und Chor

„Grabrede auf einen Genossen ...“ (Aber als er zur Wand ging)
(Ausschnitt) aus „Die Mutter“
Ernst Busch mit Instrumentalgruppe

„Lob des Kommunismus“
aus „Die Mutter“
Helene Weigel, Gesang
Instrumentalgruppe

„Lenin“ (Er rührte an den Schlaf der Welt)
Musik: Hanns Eisler
Text: Johannes R. Becher
Ernst Busch mit Chor und Orchester; Dirigent: Hanns Eisler

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .


Sprecher: Hans Hildebrandt, Gitta Klaue, Georg Thieß

Autoren: Joachim Lucius und Inge Thiele
Hanns Eisler (Original-Tonbandaufnahme mit Nathan Notowicz)
Redaktion: Inge Thiele APW
Musikregie: Dagmar Vorwerk

Als Unterrichtsmittel zugelassen
durch das Ministerium für Volksbildung der DDR,
Hauptverwaltung Unterrichtsmittel und Schulversorgung,
Entwickelt von der
Akademie der Pädagogischen Wissenschaften der DDR
Institut für Unterrichtsmittel