Lob des Weines
Single LITERA 5 60 082
Covertext:
„Wein, du der Erde gestirnter Sohn, nie hattest du Raum in einem Glase genug, in einem Lied …“
Dein Lob zu preisen haben sich seit Jahrhunderten die Dichter gemüht, immer von Neuem haben sie den uralten, ewig jungen Gesang angestimmt auf die Köstlichkeit des Rebensaftes, auf den zum Tranke gewordenen Sonnenstrahl. Ob dies mit den uns aus der Antike überkommenen Worten des Panyasis geschieht, ob uns Hans Sachsens Knittelverse zum Schmunzeln bringen oder Lord Byrons ganz den Geist des neunzehnten Jahrhunderts ausstrahlende Strophen uns grüßen, ob schließlich die wortgewaltige aus diesen Tagen stammende Ode Pablo Nerudas uns anrührt, immer ist es ein Hymnus auf die köstliche Gabe der Natur, denn es lerne der Mensch „bei der Verrichtung jeglichen Tuns sich der Erd zu erinnern und seiner Verpflichtung: zu verkünden der Früchte Lobgesang.“
Im Scherzgedicht und im begeisterten Hymnus klingt er uns entgegen dieser Lobgesang auf das Edelste der Getränke, von dem Plutarch sagt: „Der Wein ist unter den Getränken das Nützlichste und unter den Arzneien das Schmackhafteste und unter den Nahrungsmitteln das Angenehmste.“
Klein nur ist die Auswahl aus den reichen Schätzen der Weltliteratur, stellvertretend für viele Gesänge stehen die sieben Beiträge unserer akustischen Anthologie, die der häuslichen Gesellschaft durch das Dichterwort Freude bringt, die zum Genusse anregt in dem schönen Bewußtsein einem glücklichen Leben den kühlen Trunk zu weihen, wie es der Dichter Louis Fürnberg nannte:
Wenn der Weinberg uns gehört,
Wenn die Sonne uns die Reben Reifen läßt,
dann trinkt und leert
Eure Becher auf das Leben!

Dietrich Liebscher

|  Seite 1  |

Der Wein ist unter den Getränken …
(Plutarch)

Trinklied
(Panyasis)

Das Paradies
(Lessing)

Nachdem die Sintflut war vergangen
(H. Sachs)

Wein
(Friedrich von Logau)


|  Seite 2  |

Trinklied
(George Gordon Byron)

Ode an den Wein
(Pablo Neruda)

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Sprecher: Robert Aßmann, Horst Preusker, Fred Düren

Zusammenstellung: Dietrich Liebscher
Regie: Edgar Kaufmann