Lotte Werkmeister singt
Single LITERA 5 60 069
Covertext:
Berlin, 1962
Meine liebe Lotte, na endlich! Du glaubst gar nicht, wie sehr ich mich darüber freue, daß ich Dich nun auf Schallplatte hören kann und dazu noch in so vollendeter Ausführung.
Mit mir freuen sich ganz bestimmt viele Menschen, die wie ich Dich schätzen und lieben und die, wie ich, von Deiner einmaligen Vortragskunst begeistert sind.
Lottekin! Wenn ich jetzt einmal Sehnsucht nach Dir habe oder so’n bißchen echte Berliner Luft schnuppern will, da lege ich mir Deine Platte auf, denn wer kann wohl berlinischer sein als Du? Wenn ich daran denke, wie wir vor langen, langen Jahren im jetzigen Friedrichstadt-Palast zusammengewirkt haben, Du auf der Bühne, ich am Dirigentenpult, wie Du auf fast allen Berliner Bühnen schon damals „Die Werkmeister“ warst, dann staune ich, wie sehr Du Dir Deine künstlerische Vitalität erhalten hast.
Ja, siehste Lottekin, wenn ick jetzt mal von Herzen lachen will, dann hör ick mir von Dir „einmal in de Woche muß ick weenen“ an, und det darfste nicht übel nehmen, daß ick, wenn Du weenst, lachen muß.
Du wirst Dich bestimmt darüber wundern, daß ich, da ich doch gar nicht in Berlin geboren bin, so ins berlinern komme. Das ist gerade ein Beweis dafür, wie sehr Du auch alle Nichtberliner zu Berliner Pflanzen machst, mit Deinem Berliner Humor, mit Deinem echten Berliner Herzen, na und natürlich auch mit Deiner so erfrischenden, unfrisierten Berliner Schnauze.
Ich als Dein jahrzehntelanger Freund und Verehrer danke Dir im Namen aller, die Du mit dieser Schallplatte erfreuen wirst.

Dein Karl Stäcker
|  Seite 1  |

Einmal in de Woche muß ick weenen


|  Seite 2  |

Der Lenz!
Verliebt, verlobt, verheira’t ...


. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .


Gesang: Lotte Werkmeister

Chansons von Heinrich Lukas (Heinrich Jaksch)
Klavierbegleitung: Johannes Schröder